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Link-Tipp: Wie einfach der Routenplaner funktioniert, zeigt ein Video von Sabine Sarfert.

Infrastrukturmaßnahmen auf Ausbaukurs

München will Radlhauptstadt werden. Mit einer Gesamtlänge von über 1.200 km besitzt die Stadt schon heute ein Radverkehrsnetz, das etwa der Entfernung von München bis Stockholm entspricht. In den Jahren 1992 bis 2010 investierte die Stadtverwaltung allein aus der Radverkehrspauschale über 32 Millionen Euro in Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs.

Auch die Infrastruktur in Deutschlands fahrradfreundlichster Metropole wird weiter ausgebaut und verbessert. Beispielsweise sollen mittelfristig mindestens 50 Prozent aller Einbahnstraßen für den Radverkehr in beiden Richtungen befahrbar sein. Außerdem wurde die Anzahl der Fahrradstraßen in München von April bis Juli 2013 mehr als verdoppelt.

Aktuelle Maßnahmen, Planungen und Ziele finden Sie hier thematisch geordnet:

 


Fahrradstraßen

Seit April 2013, gibt es in München mehr Platz und mehr Fahrkomfort für RadfahrerInnen. In den nächsten Wochen und Monaten entstehen in München insgesamt 25 neue Fahrradstraßen. Die Zahl der bisher bestehenden 22 Fahrradstraßen wird damit mehr als verdoppelt. Künftig gibt es in München dann insgesamt 47 Fahrradstraßen. Damit wird München die Stadt mit den meisten Fahrradstraßen in Deutschland. Den Anfang macht die Clemensstraße zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße. Mit 1,6 Kilometern Länge ist sie die längste Fahrradstraße in der Münchner Innenstadt.

Bei einer Fahrradstraße bekommt die ganze Fahrbahn die Funktion wie ein „Radweg“. Dort dürfen grundsätzlich nur RadlerInnen fahren. Kraftfahrzeuge, wie Autos, Lastwagen, Mofas, Motorroller oder Motorräder dürfen immer nur dann in einer Fahrradstraße fahren, wenn ein Zusatzschild angebracht ist und die Nutzung erlaubt. In München ist dies bislang immer der Fall. RadfahrerInnen haben in Fahrradstraßen klaren Vorrang. Das Nebeneinanderfahren mit dem Fahrrad ist daher ausdrücklich erlaubt - sogar in Gruppen, wie zum Beispiel Kinder auf dem Weg zur Schule. Kraftfahrzeuge müssen entsprechend langsam fahren und Rücksicht nehmen. In Fahrradstraßen gilt für alle Verkehrsteilnehmer generell die Maximalgeschwindigkeit von Tempo 30.

Weitere Informationen zum Thema Fahrradstraßen enthalten der Flyer Fahrradstraßen in München, ein Video auf Youtube und eine Pressemitteilung. Eine Liste mit allen 48 Fahrradstraßen in München finden Sie hier.

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Aufhebung der Benutzungspflicht von Radwegen

Im Stadtgebiet gibt es rund 360 sogenannte benutzungspflichtige Radverkehrsanlagen. Das Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt München überprüft Schritt für Schritt in allen Stadtbezirken, ob es die Benutzungspflicht der vorhandenen Radwege aufheben kann. Im Jahr 2012 war dies in 31 Straßen der Fall, zum Beispiel hier:

  • Siglstraße
  • Guntherstraße
  • Maria-Eich-Straße
  • Domagkstraße
  • Elsenheimerstraße

Laim, die Maxvorstadt und der Bezirk Schwabing-Freimann wurden im Jahr 2012 überprüft, aktuell ist der Stadtbezirk 5 (Au-Haidhausen) an der Reihe. Insgesamt hat die Stadt bislang die Benutzungspflicht von 58 Radwegen aufgehoben. Da diese Maßnahme vielen Verkehrsteilnehmern aber noch nicht bekannt ist, hat das Kreisverwaltungsreferat ein neues Hinweisschild entwickelt, das vor Ort temporär darauf aufmerksam macht, dass Radfahrer auf den entsprechenden Strecken nun auf der Straße fahren dürfen. Das Kreisverwaltungsreferat prüft weiterhin alle benutzungspflichtigen Radwege stadtviertelweise bezüglich der Benutzungspflicht.

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Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung

Ein bewährtes Mittel, um RadlerInnen Umwege zu ersparen, ist die Öffnung von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr. Von den rund 700 Münchner Einbahnstraßen hat die Stadtverwaltung bis April 2014 insgesamt 300 für den Radverkehr in beide Fahrtrichtungen freigegeben, beispielsweise:

  • Renkenweg und Friesenstraße zwischen Bajuwarenstraße und Truderinger Straße
  • Karl-Theodor-Straße (Nebenfahrbahn) zwischen Bonner Platz und Viktoriastraße
  • Am Lochhauser Hügel
  • Gündinger Straße

    Damit sind knapp 43 Prozent aller Einbahnstraßen geöffnet. Ziel ist es, etwa 50 Prozent zu öffnen. Voraussetzung dafür ist, dass in den Straßen Tempo 30 gilt und eine ausreichende Fahrbahnbreite für den Begegnungsverkehr vorhanden ist oder Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen, zum Beispiel in Form von Grundstückseinfahrten. Für 2014 ist die Freigabe unter anderem in folgenden weiteren Straßen geplant:

    • Sophienstraße zwischen Lenbachplatz und Arcostraße
    • Fritz-Berne-Straße zwischen Atterseestraße und Am Knie
    • Lautererstraße zwischen Aretinstraße und Grünwalder Straße.

    Sukzessive prüft die Stadt weitere Einbahnstraßen und öffnet sie wenn möglich. Welche Straßen schon geöffnet sind, sehen Sie in dieser Tabelle.

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    Radfahrstreifen und Schutzstreifen

    Im Jahr 2012 wurden anderem auf folgenden Straßen Schutz- und Radfahrstreifen abmarkiert:

    • Maximilianstraße
    • Von-der-Tann-Straße
    • Leonrodstraße
    • Brienner Straße
    • Orleansstraße
    • Balanstraße
    • Einsteinstraße
    • Baldeplatz
    • Baumkirchner Straße
    • Rosenheimer Straße
    • Riemer Straße
    • Tierparkstraße

    Für die Kapuzinerstraße hat die Stadtverwaltung zwischen Lindwurmstraße und Baldeplatz bereits eine radverkehrsgerechte Lösung entwickelt, die mit dem KFZ-Verkehr und der beschleunigten Buslinie vereinbar ist. Die Umbaumaßnahmen werden voraussichtlich Ende Mai 2013 beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

    Am Rotkreuzplatz hat ein Verkehrsversuch im Sommer 2009 ergeben, dass die Herausnahme einer Fahrspur für den Kfz-Verkehr zu Gunsten des Radverkehrs verkehrsverträglich und damit vertretbar ist. Nach Abstimmung mit dem örtlichen Bezirksausschuss kann nun das Baureferat Radfahrstreifen mit ebenem Belag in beiden Fahrtrichtungen einrichten.

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    Neue Radwege

    Durch neue bauliche Radwege konnten im Jahr 2012 mehrere Lücken im Münchner Radverkehrsnetz geschlossen werden:

    • Baumkirchner Straße 
    • Grünanlagen "Im Gefilde"
    • Bichlhofweg Johanneskirchen

    2013 ist der Neubau von Radwegen u. a. in folgenden Straßen geplant:

    • Hüllgraben
    • Bäckerstraße
    • Landsbergerstraße
    • Planegger Straße
    • Allacher Straße/Wintrichring
    • Detmoldstraße
    • Wolfratshausener Straße.

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    Verbesserungen an Knotenpunkten

    Eine referatsübergreifende Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung prüft, ob an „signalgeregelten Knotenpunkten“ Verbesserungen für den Radverkehr möglich sind, um Komfort und Verkehrssicherheit zu verbessern. Weil Änderungen an Knotenpunkten, wie Ampelanlagen, meist mit baulichen Anpassungen verbunden sind, legt die Arbeitsgruppe ihr Hauptaugenmerk auf die Nutzung möglicher Synergieeffekte bei ohnehin anstehenden baulichen Maßnahmen. Vorschläge werden daher überwiegend bei Fahrbahnsanierungen und -umbauten oder im Rahmen des Lichtzeichenaustauschprogramms angegangen.

    Anregungen zu Verbesserungen kommen dabei aus der internen Sachbearbeitung, aus Arbeitsgruppen oder Referaten, aus politischen Gremien, der Bürgerschaft oder vom ADFC. Aktuell stehen insgesamt 27 signalisierte Knotenpunkte bzw. Einmündungsstellen stehen auf der Agenda, die bis bis 2015 verbessert werden sollen. Im Jahr 2013 wird z.B. am Knotenpunkt Plinganser-/Lindwurmstraße eine Verkehrsverträglichkeitsuntersuchung durchgeführt.

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    Bestandssanierung und Strukturverbesserung

    Das Münchner Radwegenetz wurde im Jahr 2012 an vielen Stellen im Bestand saniert, und strukturell verbessert. Durch kurze Zweirichtungswege konnten kleinere Lücken geschlossen werden. An einigen Stellen wurden Querungen verbreitert und rot eingefärbt; so konnten die Sicherheit und der Komfort gesteigert werden. 2012 hat das Baureferat weiterhin 1179 zusätzliche Fahrradstellplätze geschaffen, beispielsweise am Scheidplatz, und etwa 100 alte Fahrradständer gegen zeitgemäße Modelle ausgetauscht. Laut Stadtratsbeschluss vom Dezember 2012 sollen an 23 Standorten in München rund 780 neue Stellplätze in Straßenseitenräumen und weitere 235 Fahrradstellplätze durch die Umwandlung von 21 Kfz-Stellplätzen geschaffen werden.

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    Fahrrad-Stellplätze

    Im Dezember 2012 hat der Stadtrat den zweiten Realisierungsabschnitt des Fahrradstellplatzkonzeptes beschlossen. An 23 Standorten sollen demnach rund 780 neue Stellplätze in Straßenseitenräumen und weitere 235 Fahrradstellplätze durch die Umwandlung von 21 Kfz-Stellplätzen entstehen.

    Bis Dezember 2012 befanden sich rund 28.400 Bike&Ride-Abstellplätze an S- und U-Bahnstationen, Tram- und Bushaltestellen (Stand Dezember 2011: Rund 25.500).  3.845 weitere städtische Fahrradstellplätze befinden sich in ausgewählten Stadtteilzentren und vor öffentlichen Einrichtungen. 2012 hat die Stadtverwaltung an 32 Standorten 1.179 Radabstellplätze errichtet. Zusätzlich ist es in Pasing gelungen, die Neuerrichtung von Fahrradständern in die Planungen zur Nordumfahrung und zur Neugestaltung des Pasinger Bahnhofs zu integrieren. Auf der Südseite des Bahnhofs liegen nun rund 1.150 Abstellplätze in Doppelstockanlagen direkt am Weg zum Bahnsteig. Bereits in der Woche der Eröffnung war die Anlage sehr gut ausgelastet. In den letzten 10 Jahren konnten an 243 Standorten insgesamt 10.533 städtische Fahrradständer aufgestellt werden. Enthalten ist dabei auch der Ersatz alter Fahrradständer die gegen Ständer neuerer Bauart ausgetauscht wurden.

    Aktuell laufen Vorbereitungen für eine neue Bike&Ride-Abstellanlage am S-Bahnhof Moosach. In diesem Jahr sollen dort 404 überdachte Stellplätze geschaffen werden.  Desweiteren laufen Planungen für eine größere überdachte Bike&Ride-Abstellanlage an der Friedenheimer Brücke (S-Bahn Hirschgarten) mit ca. 410 Stellplätzen.

    Ein zunehmendes Problem sind Schrott-Räder oder behindernd abgestellte Räder an Bike&Ride-Anlagen. Sie blockieren im Zugangsbereich der Haltestellen häufig die Rettungswege und behindern Fahrgäste. Insbesondere Räder, die zum Diebstahlschutz an Geländern festgeschlossen werden, stellen vor allem für blinde und gehbehinderte Fahrgäste eine Gefahr dar. In Zusammenarbeit mit der MVG hat die Stadtverwaltung im Sommer 2012 an der U-Bahnhaltestelle Obersendling ein Pilotprojekt umgesetzt. Radlerinnen und Radler wurden mit Schildern im Zugangsbereich gebeten, dort keine Räder abzustellen. Gleichzeitig wurden im Umfeld neue Fahrradständer aufgestellt. Ohne weitere Maßnahmen verschwanden innerhalb weniger Wochen die behindernd aufgestellten Räder vollständig, im Gegenzug wurde eine entsprechende Anzahl an Rädern in den neuen Abstellanlagen abgestellt.
    Das von der MVG entwickelte „Stationskataster“ dient nun als Grundlage zur Entfernung behindernd abgestellter Fahrräder aus weiteren Bike&Ride-Anlagen.

    Eine neue Fahrradabstellplatzsatzung sieht vor, dass bei Neubauten sowie wesentlichen Änderungen im Bestand eine gewisse Anzahl von Fahrradstellplätzen einzurichten ist. Die Satzung ist seit Januar 2013 in Kraft. Begleitend wurde im September 2012 die Broschüre Die Fahrradabstellplatzsatzung veröffentlicht und ein Leitfaden sowie das Infofaltblatt Platz fürs Rad für die Nachrüstung privater Fahrradstellplätze in Bestandsgebieten herausgegeben.

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    Wichtige Daten zum Münchner Radverkehr

    • Bei der letzten Erhebung im Rahmen einer Evaluation der Radlhauptstadt-Kampagne im Jahr 2011 wurde ein Radverkehrsanteil am gesamten Verkehrsaufkommen, der sogenannte Modal-Split-Anteil, von 17,4 Prozent gemessen. Dies entspricht einer Steigerung des Radverkehrsanteils um über 70 Prozent innerhalb von nur 9 Jahren. Das heißt also, dass der Modal-Split-Anteil - der Radverkehrsanteil an allen zurückgelegten Wegen der Münchnerinnen und Münchner - von 10 Prozent in 2002 auf 17,4 Prozent in 2011 gestiegen ist.
    • Unter den deutschen und europäischen Millionen-Städten ist dies der höchste Radverkehrsanteil.
    • Über 80 Prozent der Münchnerinnen und Münchner besitzen mindestens ein Fahrrad.
    • Auf Strecken bis zu 5 Kilometern Länge ist das Fahrrad in der Stadt in der Regel das schnellste Verkehrsmittel. Dies sind über 60 Prozent aller in München zurückgelegten Wege.
    • 72 Prozent aller Radlerinnen und Radler gaben bei einer Befragung im Herbst 2008 an, dass man in München gut oder sehr gut Rad fahren kann.
    • München Tourismus zählt alljährlich ca. 150.000 übernachtende Gäste, die an einer geführten Radl-Tour durch München teilnehmen oder sich ein Fahrrad leihen, um die Stadt selbständig zu entdecken.

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